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Geschrieben von Denis Ullrich   
Samstag, 15. Dezember 2007

 

 

 

Chronik des Löcknitzer Fußballs 

von der Gründung 1920 bis zum jetzigen Zeitpunkt

 Im Jahre 1920 wurde die erste Löcknitzer Fußballmannschaft unter dem Namen Vorwärts Löcknitz gegründet. Gründungsmitglieder waren damals Schulz, Krause und Banse. Dieser erste Verein war ein rein bürgerlicher Verein ohne Jugendbetrieb und spielte in der Kreisklasse des damaligen Kreises Randow (mit Mannschaften Gartz, Mescherin, Finkenwalde.......)

 

 Die Ersterwähnung der Freien Turnerschaft erfolgte in der Saison 1925/1926. Die Freie Turnerschaft hatte zwei Männermannschaften sowie Schüler und eine Jugendmannschaft. Zu den damaligen Gründungsmitgliedern zählten Elektromeister Kraatz, Marquardt und Gemeinderat Sielaff.

 

 Dieser Verein wurde auf den Breitensport ausgerichtet und kümmerte sich erstmals um Jugendliche. Sportliche Gegner des Arbeitersportvereins waren hauptsächlich Mannschaften aus dem Raum Stettin. Der Arbeitersportverein Freie Turnerschaft legte 1929/1930 in freiwilliger Arbeit den Grundstein für den Bau der ersten Turnhalle (jetzige Kulturhalle) in Löcknitz. Bekannteste Spieler waren die Brüder Zimmermann, Mittelstürmer G. Eggerth und Albert Bolowski. 

 

Die Gründung der dritten Sportgemeinschaft erfolgte in der Saison 1928/1929. Dieser Verein trug den Namen Rot/Sport und hatte zwei Männermannschaften, welche oft Freundschaftsspiele gegen Mannschaften aus dem Berliner Raum austrugen.

 

 Nach der Machtübernahme der Nazis im Jahre 1933 wurden die Vereine Freie Turnerschaft und Rot/Sport verboten und lösten sich somit auf. Es blieb nur der Sportverein Vorwärts Löcknitz, der vom Zerfall der anderen Vereine profitierte da einige Spieler zum Verein Vorwärts Löcknitz wechselten. Erstaunlich ist, daß es nie einen sportlichen Vergleich der Löcknitzer Vereine untereinander gab. In den folgenden Jahren nahm Vorwärts Löcknitz regelmäßig am Spielbetrieb der ersten Kreisklasse teil. 

 

In der Saison 1943/44 wurde der Spielbetrieb aufgrund der damaligen Kriegseinwirkungen eingestellt. 

 

Durch die Initiative des damaligen Bürgermeisters Fritz Roggow und des Sportsfreundes Erwin Schultze wurde 1945/1946 eine neue Fußballmannschaft gebildet. In dieser Mannschaft wirkten Akteure wie Werner Krause, Heinz Duhse, Karl Schlüter und Franz Zimmermann mit.

 

 In der Saison 1948/1949 wurde diese Mannschaft vom Holzwerk Löcknitz vom damalige Leiter Kiefel übernommen und hieß "Holz Löcknitz". 

 

Ab der Saison 1950 kam es zur Namensänderung "Aufbau Löcknitz" und diese Mannschaft erreichte in der Landesliga beachtliche Plätze. Zu den Spielern zählten damals Werner Krause, Edgar Seneckel, Benno Zastrow, Albert Bettac und Siegfried Hebel. 

 

Der Zusammenschluß mit der SG Dynamo erfolgte 1955 und aus diesem Grunde mußte die Mannschaft ihre Spielklasse aufgeben und fing in der Kreisklasse neu an. In nur zwei Jahren wurde der Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.

 

In der Jugendarbeit stellten sich große Erfolge ein. Große Verdienste hatte der Sportsfreund Kurt Wendorf, der trotz erheblicher Kriegsverletzungen für die Schüler da war.Bis zur Spielsaison 1961/62 wurde diese Mannschaft unter Leitung des Trainers Horst Sielaff eine der führenden Mannschaften im damaligen Bezirk Neubrandenburg. Höhepunkte in dieser Zeit waren der Gewinn des Bezirksmeistertitels und der Erfolg als Pokalsieger. Mehrere Spieler wie Helmut Kerbs, Günter Lich, Heinz Frost, Walter Arndt, Werner Blank und Dieter Prause wurden in verschiedene Auswahlmannschaften berufen.  

 

1963 verließen viele Spieler den Verein und die Mannschaft mußte in die Bezirksklasse absteigen.

 

 1964 spielte die Mannschaft unter Einheit Vorwärts. In diesem Zeitraum waren folgende Übungsleiter tätig: Horst Heiser, Udo Riemer, Horst Weßling und Horts Thieme. Im Jahre 1973 mußte sich die wieder erstarkte Löcknitzer Mannschaft in den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga gegen Pasewalk, Röbel, Jarmen, Spantekow beweisen und im entscheidenden Spiel gegen Pasewalk vor 800 Zuschauern geschlagen geben. 

 

 Auch die zweite Männermannschaft von Vorwärts Löcknitz sorgte für Aufsehen. Mit einem Durchmarsch und ungeschlagen konnte 1976 der Aufstieg in die 1. Kreisklasse erreicht werden. 

 

Die Umbenennung von Einheit/Vorwärts zu Vorwärts Löcknitz erfolgte zwei Jahre später (1975). Sektionsleiter wurde Sportfreund Höfer.  Zur völligen Überraschung aller Fußballfans erkämpfte Vorwärts Löcknitz 1978 wieder unter Trainer Horst Sielaff den Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Zu den bekanntesten Spielern zählten Peter Schoknecht (Stahl Riesa und Stahl Brandenburg), Michael Schulz (BFC Dynamo Berlin), Ingo Kimmritz (Union Berlin) und Burghard Ankermann (SHV 90 Löcknitz), Klaus Gallinat (Motor Babelsberg), Karl-Heinz Liefländer (KKW Greifswald) u.a. 

 

In den Jahren 1981 und 1982 erfolgte der Abstieg von der Bezirksliga bis in die Kreisklasse.Im Zeitraum von 1981 bis 1990 trainierte Werner Ullrich einige Jugendmannschaften. Nach der "Wende" gründete sich 1990 der Sport- und Handball- Verein 90 Löcknitz e. V. 1991 übernahm Werner Ullrich die Funktion des Sektionsleiters und des Trainers. Die Sektion Fußball schloß sich 1991 dem Sportverein an.

 

 Der Fußballsektion wurde im Laufe der Zeit zu einem der renommiertesten Sportvereine im Landkreis Uecker-Randow. Mit der 1993 gegründeten Nachwuchsabteilung und der damit verbundenen engagierten Arbeit im Nachwuchsbereich konnten die erzielten Erfolge ermöglicht werden. Mit den Trainern Wolfgang Köppen/Werner Ullrich konnte 1994 die Männermannschaft des SHV 90 Löcknitz von der Kreisliga in die Bezirksklasse aufsteigen und diverse Siege bei den Hallenkreismeisterschaften trugen erheblich zur Steigerung des Bekanntheitsgrades bei. 

 

Seit 1995 konnten die Nachwuchsfußballer jede Saison einen Kreismeistertitel gewinnen. In der Saison 1999/2000 wurden erstmals die A/ B und D-Junioren mit der Kreismeisterschale geehrt und die zweite Männermannschaft steigt von der Kreisklasse in die Kreisliga auf. In der Saison 2001/2002 gelingt der 1. Männermannschaft, unter Trainer Bauerfeind der Aufstieg von der Bezirksklasse in die Bezirksliga. 450 Zuschauer verfolgen den letzten Spieltag auf dem Löcknitzer Sportplatz und feiern bis in den frühen Morgen.

 

 

zusammengetragen und erstellt durch W. Ullrich u. H. Sielaff

 

 

 

 

AB 2002 fehlt die Chronik - wird demnächst aktualisiert.